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Core Web Vitals für Entscheider

Wie Ihre Website schneller wirkt, besser konvertiert und bei Google weniger bremst

Viele Entscheider merken es zuerst an zwei Symptomen: Die Website fühlt sich zäh an, und Anfragen bleiben hinter den Erwartungen zurück. Oft ist nicht das Angebot das Problem, sondern das Erlebnis. Genau hier setzen die Core Web Vitals an: Google misst damit, ob eine Seite aus Nutzersicht schnell lädt, zügig reagiert und stabil bleibt, während sie sich aufbaut.

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Core Web Vitals

Was Core Web Vitals wirklich sind (ohne Technik-Nebel)
Core Web Vitals bestehen aus drei Kennzahlen, die jeweils ein Kernproblem aus Sicht von Besuchern abdecken:

1. LCP – Largest Contentful Paint (Ladegefühl)
LCP misst, wann der größte sichtbare Inhalt im Viewport geladen ist. Zielwert: innerhalb von 2,5 Sekunden. 

2. INP – Interaction to Next Paint (Reaktionsfähigkeit)
INP misst, wie schnell eine Seite auf Interaktionen reagiert, über die gesamte Sitzung. Zielwert: unter 200 Millisekunden. INP ist seit 12. März 2024 der Core-Web-Vital-Wert für Interaktivität und hat FID ersetzt.

3. CLS – Cumulative Layout Shift (visuelle Stabilität)
CLS misst, ob Inhalte während des Ladens springen. Der Zielwert (gut) liegt bei 0,1 oder darunter. 

Warum das für Entscheider relevant ist

Core Web Vitals sind keine Entwickler-Spielerei. Sie sind ein Frühwarnsystem für Abbruch, Misstrauen und verlorene Aufmerksamkeit. Im B2B ist das besonders teuer: Wenn eine Seite beim Laden springt oder beim Klicken träge reagiert, wirkt das schnell wie mangelnde Professionalität – unabhängig davon, wie gut Ihr Unternehmen tatsächlich ist.

Wichtig ist auch: Google bewertet nicht nur Laborwerte, sondern Felddaten, also echte Nutzung. In PageSpeed Insights und verwandten Google-Tools wird dafür typischerweise das 75. Perzentil der Nutzererfahrungen herangezogen. Das bedeutet: Es zählt nicht der beste Besuch, sondern die Realität der Mehrheit.

Google for Developers

Das typische Muster auf Industrie-Websites

Industrie-Websites haben häufig sehr starke Bildinhalte (Hallen, Maschinen, Prozesse) und gleichzeitig viele Elemente, die Performance kosten:

  • große Hero-Bilder und Slider
  • viele Webfonts und Icons
  • Tracking, Chat, Maps, Video-Embeds und andere Drittanbieter-Skripte
  • WordPress plus Pagebuilder plus Plugin-Stapel
  • Bilder technisch korrekt, aber für Web nicht hart genug optimiert

Die gute Nachricht: Bei den meisten Seiten sind 80 Prozent der Wirkung mit wenigen, klaren Maßnahmen erreichbar.

Die 2-Stunden-Checkliste für schnelle Wirkung (80/20)

Diese Punkte sind bewusst so gewählt, dass sie in vielen Projekten die größten Hebel liefern, ohne eine Komplettsanierung zu sein.

1. Das größte Element auf der Startseite entschärfen (LCP)

  • Ist das Hero-Bild wirklich nötig oder kann es kleiner, ruhiger, statischer werden?
  • Keine Slider als Einstieg. Ein starkes Motiv schlägt fünf wechselnde.
  • Bildformat und Größe: WebP oder AVIF, korrekt skaliert, nicht “Originalfoto in 6000 px”.
  • Priorisierung: Das erste sichtbare Bild muss bevorzugt laden, nicht erst nach Skripten.

2. Drittanbieter-Skripte reduzieren (INP)

  • Alles, was “nice to have” ist, nachladen oder entfernen: Chat, Heatmaps, mehrere Tracker, Social-Embeds.
  • Weniger JavaScript führt fast immer zu besserer Reaktionsfähigkeit.

3. Layout-Sprünge abstellen (CLS)

  • Bilder und iframes brauchen feste Breiten/Höhenverhältnisse, damit der Browser Platz reservieren kann.
  • Späte Schriftwechsel vermeiden: Webfonts sauber laden oder auf Systemfonts umstellen.
  • Cookie-Banner und Popups so einbinden, dass sie nicht den kompletten Seitenaufbau verschieben.

4. Caching und Auslieferung prüfen (LCP und INP)

  • Seiten-Caching aktiv und korrekt konfiguriert.
  • Komprimierung aktiv, HTTP/2 oder HTTP/3 verfügbar.
  • Bilder über ein CDN ausliefern, wenn viele Standorte bedient werden.

5. Aufräumen statt nachrüsten

  • Plugins inventarisieren: Was bringt messbar Nutzen, was ist Gewohnheit?
  • Jede Funktion, die Sie nicht haben, muss nicht geladen werden.

Wie Sie die Ergebnisse richtig lesen (und sich nicht verrückt machen lassen)

Ein häufiger Fehler: Man jagt Laborwerte, obwohl die echten Nutzerwerte das Problem zeigen. Gute Orientierung:

  • Felddaten (echte Nutzer) sind entscheidungsrelevant, weil sie reale Geräte und reale Netze abbilden. Google for Developers
  • Das 75. Perzentil erklärt, warum “bei mir lädt es schnell” keine ausreichende Aussage ist. Google for Developers
  • Einzelne schlechte Unterseiten können das Gesamtbild ziehen. Startseite und wichtigste Leistungsseiten zuerst.

Fazit:

Core Web Vitals lassen sich nüchtern übersetzen: Laden, Reagieren, Stabil bleiben. Wenn Sie diese drei Dinge verbessern, steigt nicht nur die technische Qualität – es steigt die wahrgenommene Professionalität. Und genau die ist im B2B häufig der Unterschied zwischen “interessant” und “wir fragen an”.

Wenn Sie möchten, mache ich einen kurzen Webseiten-Check mit Fokus auf Core Web Vitals: Startseite und 3 zentrale Leistungsseiten, plus eine priorisierte Maßnahmenliste nach Wirkung und Aufwand. Keine Tool-Schlacht, sondern klare Empfehlungen, was sich für Sie lohnt.

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FAQs:

Was sind Core Web Vitals in einfachen Worten?

Core Web Vitals sind drei Kennzahlen, die messen, ob eine Website schnell lädt, schnell reagiert und beim Laden nicht springt.

Welche drei Werte gehören zu den Core Web Vitals?

LCP (Laden), INP (Reaktion) und CLS (Stabilität).

Welche Zielwerte gelten als „gut“?

Google nennt als Zielwerte: LCP unter 2,5 Sekunden, INP unter 200 Millisekunden, CLS 0,1 oder weniger.

Warum ist INP wichtig und was ist mit FID passiert?

INP misst die Reaktionsfähigkeit über die Nutzung hinweg. INP hat FID als Core Web Vital am 12.03.2024 ersetzt.

Zählen Laborwerte oder echte Nutzerdaten?

Für Entscheidungen sind echte Nutzerdaten entscheidend. PageSpeed Insights zeigt dafür CrUX-Felddaten typischerweise als 75. Perzentil.

Was sind die häufigsten Ursachen für einen schlechten LCP?

Meist sind es zu große Hero-Bilder, Slider, langsame Serverantworten oder zu viel, das vor dem Hauptinhalt geladen wird.

Was verursacht schlechte INP-Werte?

Häufig ist es zu viel JavaScript, vor allem durch Drittanbieter-Skripte, Tracking, Chat-Widgets oder überladene Pagebuilder-Konfigurationen.

Was verursacht Layout-Sprünge (CLS)?

Typisch sind Bilder oder Einbettungen ohne feste Größen, nachladende Schriften sowie Banner, die den Inhalt verschieben.

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